Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau

In einem bemerkenswerten Gebäude Großschönaus, dem Kupferhaus, befindet sich heute das Deutsche Damast- und Frottiermuseum.
Das Gebäude wurde 1807 - 1809 von dem Damastfabrikanten David Wäntig errichtet und Kupferhaus genannt, da es bis 1865 mit Kupferplatten gedeckt war. 1938 schenkte Theodor Haebler das Gebäude der Gemeinde mit der Bestimmung, hier ein Museum einzurichten. Der damalige Bestand des Museums, der aus Sammlungen des Vereins für Ortskunde und der Saxonia hervorgegangen ist, befand sich von 1905 bis zum zweiten Weltkrieg im nach einem seiner Förderer benannten Krumbholz-Museum in der Schule.
Die Eröffnung des Damast- und Heimatmuseums verzögerte sich durch den Krieg bis 1947. Anlässlich des 1996 eingeweihten Neubaus für die textiltechnische Ausstellung wurde das Museum in "Deutsches Damast- und Frottiermuseum" umbenannt.
So wird den Besuchern heute in einem Komplex die Entwicklung der Damast- und Frottierindustrie gezeigt. Sie können sich an funktionstüchtigen Webstühlen überzeugen, wie Leinwand, Damast, Frottiergewebe und Jaquardware entstehen. Vor den Augen der Besucher werden geschmackvolle Souvenierartikel gewebt, z. B. eine dekorative Serviette mit dem aus der Meißner Porzellanmanufaktur stammenden Zwiebelmuster und Frottierhandtücher mit Oberlausitzer Motiven.
Technische Raritäten - so ein Damastzugwebstuhl, auf dem noch heute wertvoller Damast gewebt wird, oder auch der Frottierhandwebstuhl - kann man nur noch in Großschönau sehen. In der im Neubau eingerichteten Schauwerkstatt mit 27 Maschinen, die von Mitgliedern des Fördervereins bewahrt und instand gesetzt wurden, lässt sich die Herstellung textiler Erzeugnisse vom Garn bis zur fertigen Konfektion nachvollziehen.
Eine besondere Attraktion des Museums ist die Sammlung wertvoller Damaste aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zu den bevorzugten Motiven der bis zu vier Meter breiten Tafeltücher gehören biblische Szenen, Wappen, historische Ereignisse, Ansichten von Städten und Sehenswürdigkeiten, Blumen und Jagdszenen. Zum Bestand des Museums gehören in 14 Ausstellungsräumen weiterhin Exponate zur Ortsgeschichte, Werke der bildenden Kunst, vor allem von Schenau (1737 - 1806) und Max Langer (1897 - 1985), eine Weberstube, bürgerliche Wohnkultur, kirchliche Kunst und eine Naturkundliche Sammlung.
Sonderausstellungen im Kunstkabinett ergänzen das umfassende Angebot.
Wir haben für Sie geöffnet:
Mai - Oktober
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Dienstag - Sonntag
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10.00 bis 12.00 Uhr
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14.00 bis 17.00 Uhr
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November - April
| Dienstag - Freitag |
10.00 bis 12.00 Uhr |
13.00 bis 16.00 Uhr |
| und jedes 1. und 3. Wochenende Sa./So. 13.00 bis 16.00 Uhr sowie nach Vereinbarung |
Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau
Schenaustraße 3
02779 Großschönau
Telefon/ Fax: 035841 / 35469
e-mail: info@deutschesdamast-undfrottiermuseum.de
Internet: www.ddfm.de
Kontakt zum Förderverein:
Wolfgang.Uhr@tu-dresden.de
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