Zur Grafikversion der Startseite Inhalt In Deutschland gibt es
keinen anderen Ort, in dem soviel und so lange Damast gewebt wurde wie in
Großschönau. Doch auch im Ortsteil Waltersdorf entwickelte sich die
Leineweberei zu einem wichtigen Erwerbszweig, um 1750 arbeiteten in den
Blockstuben der Umgebindehäuser allein 500 Handweber auf 300 Webstühlen. Neben
der Leineweberei wurde in Waltersdorf vor allem auch der heimische Sandstein
von 1500 bis 1913 abgebaut. Man nutzte ihn als Baustoff, fertigte daraus
hauswirtschaftliche Gegenstände, Gartenbänke, Grabsteine und natürlich die
schönen Türstöcke, die in den vielfältigsten Formen noch erhalten sind und
bewundert werden können. In Großschönau waren andere typische Erwerbszweige die
Zigarrenfabrikation und die Goldschlägerei. 1834 löste die
Jaquardtechnik die aufwendige Damastweberei ab und 1856 stellte der
Großschönauer Fabrikant Carl Heinrich Schiffner den ersten
Frottierwebstuhl Deutschlands auf. Fortan entwickelte sich Großschönau zu einer
Industriegemeinde mit leistungstarken Frottierwebereien, wie Lieske & Häbler,
Richter & Goldberg und C.G.Hänsch. Heute stehen die Firmen Frottana-Textil
GmbH und Damino GmbH für die Fortführung erfolgreicher
Textilindustrie. Während sich Großschönau
mit fortschreitender Industrialisierung zum bedeutenden Textilstandort
entwickelte, kamen bereits 1881 die ersten "Sommerfrischler" nach
Waltersdorf. Die Einwohner richteten Gästezimmer vor, verschafften sich einen
Nebenverdienst und es entstanden Restaurationen. Waltersdorf wurde Erholungsort
und machte sich auch als Wintersportort einen Namen. 1930 wurde die erste
Sprungschanze gebaut, 1964 entstand an der Lausche ein Slalomhang und 1969 ein
Skilift. Seit dem 01.01.2003 bilden die Gemeinde Großschönau
und die ehemalige Gemeinde Waltersdorf eine Einheitsgemeinde. Unterrubriken
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und ihrem Ortsteil - Erholungsort Waltersdorf
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www.grossschoenau.de >> Wissenswertes
>> Geschichte
Großschönau wurde
im 12. Jahrhundert von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf gegründet und
1352 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Waldhufendörfer wurden zumeist zu
beiden Seiten eines Bachlaufes angelegt. Im heutigen Ortsteil Waltersdorf
lebten um 1200 v. Chr. Bronzegießer am Nordhang des Buchberges. Die Gründung
des "Dorfes am Walde" erfolgte um 1300 n. Chr. Bauern und Köhler aus
Thüringen und Franken waren die ersten Siedler. 1355 wurde der Ort erstmals
urkundlich erwähnt. Am 15. Dezember 1419 kaufte die Stadt Zittau Waltersdorf
von Nicolaus
Warnsdorf. In
vielem ähnelt sich die Entwicklung der beiden aneinander grenzenden
Waldhufendörfer.
1666 entsandte der Zittauer Rat, dem Großschönau von 1587 an
über 250 Jahre unterstand, zwei Leineweber des Ortes, die Brüder Friedrich
und Christoph Lange, nach Holland. Sie sollten sich die Kunst der Damastweberei
aneignen. Schon wenige Jahrzehnte war der Großschönauer Leinendamast weit über
die Landesgrenzen bekannt, so dass europäische Herrschaftshäuser ihre
Tischwäsche vorzugsweise aus Großschönau bezogen.
Großschönauer Ortschronik
Weitere Informationen über die Geschichte Großschönaus
können Sie in der Ortschronik nachlesen. Diese erhalten Sie in der
Touristinformation und im Deutschen Damast- und Frottiermuseum Großschönau für
30,00 €.
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